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Hier lernen sie mich kennen: |
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"QRZ die Phosphorkeule!" Mein Hobby der CB-Funk |
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Vorwort
Sehr geehrte Leser dieser Rubrik (Wobei ich stark davon ausgehe, dass es nicht selten sowohl ehemalige als auch aktive CB-Funker sein werden!) Ich bin nun seit fast 32 Jahren CB-Funker und habe in dieser Zeit verdammt viel erlebt, egal ob positive Dinge, als auch Negative, wobei ich DEUTLICH sagen muss, dass die Positiven BEI WEITEN überragten.
Ich habe durch den CB-Funk die schönste Zeit meiner Kindheit erleben dürfen, bei einem Breakertreffen 1983 meine wunderbare Frau Jeannette kennen gelernt, die mir zwei großartige Kinder schenkte.
Ich habe Vereine aus dem Boden gestampft, wo ich als Vorsitzender gefeiert wurde, man mir aber auch nicht selten an den Stühlen sägte.
Ich brachte so vielen Leuten den CB- Funk nahe, dass ich EIGENTLICH von der Firma Stabo ein Eigenheim als Prämie für enorm viel verkaufte Funkgeräte gestiftet bekommen müsste. Ich sah Ehen, die wegen dem CB-Funk auseinander gingen, andere hingegen fanden zueinander.
Ich sah Kleinkinder mit einem Mikrofon in der Hand, die ihre ersten Laute über den Äther riefen, und alte Funkfreunde sterben (Leider auch in jungen Jahren so wie Pinky- Thomas als auch Samba 06- Frank).
Ich sah Handgreiflichkeiten und Streitereien am Kanal sowie auf den Versammlungen, aber auch Freunde die zusammen hielten.
Der CB- Funk brachte mich mal vor Gericht und trug mich wiederum auf die höchsten Dächer, um dort Antennen aufzubauen.
Bei (Großraum)- Fuchsjagden belegte ich sowohl den ersten Platz als auch, dass ich nicht einmal am ersten Fuchs ankam. So viele verschiedene Fahrer wie ich, hatte im Großraum NRW kaum Jemand, darum nannte man mich auch die „Beifahrerh…e“ … egal jetzt .
Egal ob ein Jumba72- Kalle, Blumenkohl- Jörg, Pinky- Thomas, Wuppi 01- Harald, Bölkstoff- Werner, Dragon 01- Lothar, Jäger der Nacht- Thomas, Luzie 01- Renate, Coco- Gert, Kuckuck- Richard, Flying Cat- Richard, Omega 07- Manni, Wolfman- Andreas, Krümelmonster- Angie, Samba 06- Frank und viele mehr … ich hatte einen Riesenspaß mit euch.
Okay… hier und da gab es ein paar Dinge, die nicht ganz so schön waren, aber sind wir denn alle perfekt? Werden wir nicht alle etwas älter und nachdenklicher?
Sagen wir nicht heute über Dinge die wir irgendwann mal getan haben, dass es verkehrt war?-
Bestimmt, da bin ich mir ganz sicher…
…zumindest ist es bei mir so!
Hiermit möchte ich mit einem guten Beispiel voran gehen, und euch meine Hand reichen (sofern es überhaupt einmal einen Streit gegeben hat)! Lasst uns vergessen, was einst geschah und die Zukunft gemeinsam gehen… in Frieden!
Und wenn ich zu diesem Handeln bereit bin, dann seid ihr es auch, da bin ich mir ganz sicher.
Falls also Jemand Interesse daran hat mit mir ein QSO zu führen, im Moment treibe ich mich des Öfteren auf Kanal 36 oder Kanal 14 herum.
Euer Norbert alias „Phosphorkeule“ alias Pluto23 alias HighwayPatrol 88.
"QRZ die Phosphorkeule!"
Mein Hobby (und Leben) der CB- Funk...
„Komm mein Junge beeil dich, sonst kriegen wird den Bus nicht mehr mit und sind nicht pünktlich bei Tante Maria“ sagte meine Mutter an irgendeinem Spätnovembertag im Jahr 1977 zu mir. Ich war damals ein dreizehnjähriger Knirps, der noch brav mit Playmobil- Figuren spielte und einen Teddybär mit ins Bett nahm. (Heute trinkt man in diesem Alter seine ersten (oder auch zweiten) Bierchen, raucht Zigaretten und ist wegen weiteren Flausen nicht selten auch bei der Polizei bekannt).
Brav tapste ich an Muttis Hand laut singend und hüpfend durch die Straßen. Da wir niemals ein Auto besaßen, weil keines meiner Elternteile einen Führerschein hatte, bewältigten wir alle Strecken zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn wie auch an diesem kühlen Herbsttag.
Es war schon etwas ganz Besonderes, auf diese Art und Weise die vorweihnachtliche Stimmung genießen zu dürfen. Man war den Menschen viel näher, als in einem abgeschirmten Auto, welches eilig durch den Straßenverkehr hetze.
Nach etwa 1,5 Stunden erreichten wir endlich die Wohnung meiner Tante „Maria“… Naja, was heißt Tante?- Sie war die Mutter meines bereits verstorbenen Patenonkels „Heinz Buchal“, der ein alter Arbeitskollege meines Vaters war. Mit seinem sehr frühen Tod übernahm „Tante Maria“ meine Patenschaft zusammen mit ihrem zweiten Sohn Werner, der schon ein paar Minuten nach unserem Eintreffen folgen sollte.
Als er klingelte rannte ich vor Freude zum Fenster, um mich zu versichern ob er es auch wirklich war und zu meiner Begeisterung erkannte ich seinen Opel Rekord.
Ohne lange zu zögern überreichte er mir ein relativ kleines Paket, was mich etwas irritierte weil ich sonst größere Geschenke gewohnt war wenn ich ganz ehrlich sein soll. Halbwegs kontrolliert riss ich das nett verpackte Präsent auf und erkannte auf der Verpackung zwei hmm…. Radios … der Firma „Stabo“, was mir im ersten Augenblick überhaupt nichts sagte.
Nachdem ich den Karton umdrehte, erkannte ich das Wort „Walkie-Talkie“ was mich an die Polizei und irgendwelche Geheimagenten erinnerte, die eine ganz besondere Mission zu erfüllen haben. Ich hätte mir jedoch niemals erträumen lassen, dass diese zwei CB- Funkgeräte der Firma Stabo mit der Typenbezeichnung „Multifon“ mein ganzes Leben komplett ändern sollten.
„Onkel Werner“ nahm die beiden ich nenne sie jetzt mal „Dinger“ behutsam aus dem Karton und bestückte sie mit zwei 9 Volt Blockbatterien. Nachdem er die Geräte einschaltete, hörte man ein relativ gleichmäßiges Rauschen, was von zwischenzeitlichem Knacken, Knistern, Summen und Surren begleitet wurde. Er lud mich zu einem Spaziergang um den Häuserblock ein und unsere Wege trennten sich vor der Haustür. Ein paar Sekunden später verlor ich ihn aus meiner Sichtweite, was mich etwas beängstigte, umso erfreuter war ich aber, als ich plötzlich seine Stimme über den Äther hörte, die klar und deutlich zu erkennen war.
Je weiter wir uns voneinander entfernten, desto schlechter wurde natürlich die Verbindung, was für mich damals ÜBERHAUPT NICHT logisch war, denn ich dachte wirklich, man könnte mit diesen „Walkie-Talkies“ um die ganze Erde sprechen. Nachdem wir uns ein paar Minuten überhaupt nicht verständigen konnten, verbesserte sich der Funk-Kontakt wieder, bis wir uns dann schließlich auf der anderen Seite des Blockes wieder trafen. Erleichtert und überglücklich ging es in Richtung „Tante Maria“ zurück, wo das leckere Abendessen schon auf uns wartete. In den nächsten Tagen und Wochen liefen diese wunderbaren „Handfunkgeräte“ Tag und Nacht, denn auch meine Mutter zeigte ein überaus großes Interesse an diesem Hobby.
Wir nannten uns mit Skip (Rufname) schlicht und einfach „ALPHA 1“, was wir von der damaligen Fernsehserie „Mondbasis Alpha1“ ableiteten, und es sollten unendlich viele Abenteuer, Erfahrungen und Bekanntschaften auf uns warten …. in den folgenden 32 Jahren . (Stand 2009)
Fortsetzung folgt...
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Erinnerungen |
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Wir von damals
Wir von damals waren Kinder,
manchmal durchaus Besenbinder,
recht gewitzt und auch nicht dumm,
haute uns so schnell nichts um.
Möhren aßen wir mit Dreck,
Schuhe putzten wir mit Speck,
Pfeil und Bogen selbst gebaut,
aus dem Garten Obst geklaut.
Blaue Flecken an den Beinen,
nicht nur prügeln - auch vereinen.
Lag der Ball in Nachbars Garten,
mussten wir oft Stunden warten.
Säge, Zange, Nägel, Hammer,
Bretter aus der Abstellkammer,
sorgten nie für Langeweile
und für Spaß in Windeseile.
Seifenkisten waren Renner,
Fußballstars die Supermänner,
Buden hoch im Baum gebaut,
ständig abgeschürfte Haut.
Mit dem Fahrrad langgelegt,
schmerzhaft in die Hand gesägt.
Barfuss über heiße Straßen,
rumgejammert wurd’ in Maßen.
Liebe Kinder, seid mal ehrlich:
Lebten wir nicht auch gefährlich?
Dennoch ist das eine klar -
unsre Zeit war wunderbar!
© Norbert van Tiggelen
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Wetter |
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Für die Liebsten |
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Schön, dass es Dich gibt
Du bist ein echtes Goldstück,
ein Typ, der was bewegt,
eine Seele, der man traut,
die jede Freundschaft pflegt.
Wenn es Dich nicht gäbe,
dann säh’ es düster aus,
Du würdest uns sehr fehlen,
und das tagein, tagaus.
Du bist in unsrer Kette
ein Glied, das wertvoll ist,
kämpfst ständig für das Gute,
kennst keine Hinterlist.
Verbreitest immer Wärme,
ein Mensch, der Wahrheit liebt,
drum muss ich Dir jetzt sagen:
Schön, dass es Dich gibt!
©Norbert van Tiggelen
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Kohlenpottthematik |
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Alte Zeiten
Manchmal schließe ich die Augen,
lass den Gedanken freien Lauf,
denke an vergang’ne Tage,
in mir geht die Sonne auf.
Seh’ die großen Fördertürme,
die im Smog der Städte stehen,
Kumpels, die nach der Maloche
Arm in Arm zur Kneipe gehen.
Seh’ den Taubenschlag im Garten,
in dem Opas Rennpferd war,
dort verweilte nicht nur Hänschen,
manchmal auch der graue Star.
Seh’ die blassen Hinterhöfe,
wo die Jungs oft Fußball spielten
und die Mädchen brav bekleidet
Puppen in den Armen hielten.
Seh’ den Tante-Emma-Laden,
dort gab’s Waffelbruch und Eis,
Rollmops nur nach Art des Hauses,
Qualität zum kleinen Preis.
© Norbert van Tiggelen
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Sozialkritisches |
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Schicht am Schacht
Wenn wir weiter Kriege führen,
Ruhm und Geld mit Beifall küren,
Kinderschänder laufen lassen
und den Alkohol nicht hassen,
wenn Reaktoren weiter brüten,
Teenies nicht beim Sex verhüten,
Massenmörder Gnade kriegen,
Düsenjets zum Angriff fliegen,
wenn die Steuern weiter steigen,
Menschen sich vor Prunk verneigen,
Liebe man mit Geld erbeutet,
Ehrlichkeit Exil bedeutet,
wenn nur Reiche Macht bekommen,
Armen wird der Stolz genommen,
Kindermund trotz Trauer lacht -
dann ist bald schon Schicht am Schacht.
©Norbert van Tiggelen
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